Aktuelles

Wichtige Information für in Deutschland steuerpflichtige Aktionäre
Steuerliche Einbehalte bei Nennwertreduktionen

Zürich, den 14. September 2011

Sehr geehrte Aktionärin/Sehr geehrter Aktionär

Bei der zum 31. August 2011 vorgenommenen Ausschüttung der ACRON HELVETIA I Immobilien Aktiengesellschaft ist es bei einigen Aktionären zu unserem grossen Bedauern erstmalig zu Steuereinbehalten bei der Kapitalrückzahlung gekommen. Nach unserem derzeitigen Kenntnisstand betrifft dies nur Aktionäre, deren Aktien in Wertpapierdepots eines in Deutschland ansässigen Kreditinstitutes geführt werden.

Aufgrund einer zum 25. Mai 2011 vom WM Datenservice, dem Finanz-Informations-
dienstleister für die gesamte Finanzindustrie, vorgegebenen Anweisung an die Deutschen Banken wird von den Banken erstmalig auch eine Kapitalertragsteuer (zzgl. Solidaritäts-
zuschlag und ggf. Kirchensteuer) auf die Rückzahlung von Nennkapital (Nennwertreduktionen) durch Schweizer Kapitalgesellschaften an das deutsche Finanzamt abgeführt. Eine steuerliche Würdigung dieses Vorgangs finden Sie als Anlage zu diesem Schreiben.

Wir möchten Sie an dieser Stelle zunächst bitten, anhand Ihrer Ertragsgutschrift Ihrer Depotbank zu prüfen, ob Sie zu dem Kreis der betroffenen Aktionäre zählen. Sofern Sie betroffen sind, möchten wir Ihnen in Absprache mit den steuerlichen Beratern der Gesellschaft empfehlen, zusammen mit Ihrer Einkommensteuererklärung für das Jahr 2011 die beigefügte Anlage mit einzureichen und die abgeführten Steuern mit Verweis auf die unveränderte Rechtslage zurückzufordern bzw. ggf. einen entsprechenden Einspruch bei Ihrem zuständigen Finanzamt einzureichen, falls in Ihrem Einkommensteuerbescheid die Erstattung der abgeführten Steuern abgelehnt wird. Wir überreichen Ihnen zu Ihrer weiteren Verwendung ein entsprechendes Dokument nebst folgenden Anlagen, die auch auf der Homepage der Gesellschaft zum Download zur Verfügung stehen:

1. Prüfbericht der Revisionsstelle betreffend der Herabsetzung des Aktienkapitals
2. Kopie Ihrer Ausschüttungsberechnung für das Geschäftsjahr 2010
3. Urteil des Bundesfinanzhofs vom 20. Oktober 2010 (I R 117/08)
4. Empfehlungen der Ausschüsse (Bundesrat BR-Dr 542/1/06, S. 2)
5. Auszug aus dem BMF-Schreiben vom 22. Dezember 2009 (IV C 1-S-2252/08/10004)

Bitte legen Sie Ihrer Steuererklärung die beiliegenden Anlagen sowie eine Kopie Ihrer Ertragsgutschrift, die Sie von Ihrer Depotbank erhalten haben, bei. Nach unserer Kenntnis geht aus dieser bereits eindeutig hervor, dass es sich bei der diesjährigen Auszahlung um eine Kapitalrückzahlung handelt.

Wir bedauern die für Sie entstandenen Unannehmlichkeiten, die sich durch diese fragwürdige Praxisänderung ergeben haben. Selbstverständlich werden wir die weitere Entwicklung genauestens beobachten und Sie über Neuigkeiten in dieser Angelegenheit informieren.

Sollte sich die zuvor beschriebene Praxis bei der Besteuerung von Nennwertreduktionen von Schweizer Kapitalgesellschaften auch bis zum nächsten Jahr nicht ändern, werden wir Ihnen anlässlich der nächsten Generalversammlung der Aktionäre, die voraussichtlich im Mai 2012 stattfindet, mögliche Alternativen zur Ausschüttung über die Deutschen Depot-banken vorschlagen.

Für allfällige Rückfragen stehen wir Ihnen gerne sowohl in unserem Büro in Zürich unter der Rufnummer 0041 (0) 44 / 204 34 00 als auch in unserem Büro in Düsseldorf unter der Rufnummer 0049 (0) 211 / 912 41 09 zur Verfügung.

Freundliche Grüsse

ACRON HELVETIA I Immobilien Aktiengesellschaft
vertreten durch ACRON AG

Kai Bender

 

Downloads

Wichtige Information für in Deutschland steuerpflichtige Aktionäre

Steuerliche Stellungnahme Wirtschaftsexperten

Anlage zur Einkommenssteuererklärung

Anlage 1 - Prüfbericht der Revisionsstelle betreffend der Herabsetzung des Aktienkapitals

Anlage 2 - Personalisierte Ausschüttungsübersicht

Für Ihre persönliche Ausschüttungsübersicht wenden Sie sich bitte an unser
Büro in Zürich unter der Rufnummer 0041 (0)44 / 204 34 00 oder an unser
Büro in Düsseldorf unter der Rufnummer 0049 (0)211 / 912 41 09.

Anlage 3 - Urteil des Bundesfinanzhofs vom 20. Oktober 2010

Anlage 4 - Empfehlungen der Ausschüsse (Bundesrat)

Anlage 5 - Auszug aus dem BMF-Schreiben vom 22. Dezember 2009

 

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