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NZZ: Schweizer Nebenwerte - Geplante Neukotierungen

Schwache Performance an der BX

Die Berner Börse verzeichnet derzeit eine schwache Performance bei niedrigen Volumina. Potenzielle Neuzugänge und Abgänge sorgen aber für Bewegung.

Während der Standardaktienindex der Schweizer Börse SIX, der Swiss-Market-Index (SMI), im Februar 4,2% zugelegt hat, weist der Nebenwerte-Handelsplatz Berner Börse (BX) mit –2% eine negative Performance auf. Die Anzahl der Abschlüsse lag mit 1140 deutlich unter dem Vormonatswert von 2200, und auch die Umsätze an der BX fielen im Februar mit 17,9 Mio. Fr. gegenüber 59 Mio. Fr im Januar schwach aus. Die SIX hingegen steigerte den Umsatz im Februar sogar geringfügig. Hier hält die BX also nicht mit der SIX mit – bei den Neukotierungen ist dies eher der Fall.

Kotierungen geplant

Besonders attraktiv scheint der zweite Schweizer Börsenplatz für Immobiliengesellschaften zu sein. So kündigte das St. Galler Unternehmen Fortimo an, dass es eine Kotierung anstrebt. Zuvor führt die Gesellschaft eine Kapitalerhöhung durch, deren Zeichnungsfrist noch bis 22. März dauert. Fortimo ist in der ganzen Deutschschweiz als Entwicklerin von Wohn-
immobilien tätig. Das Liegenschaftenportfolio umfasst 93 Mio. Fr. Der Handel soll voraus-
sichtlich Ende April aufgenommen werden, schreibt das Unternehmen auf seiner Website. Zuerst muss allerdings noch ein Kotierungsgesuch gestellt und bewilligt werden.

Bei der zweiten angekündigten Kotierung handelt es sich um die Acron Helvetia VII. Sie soll allerdings erst im 2011 erfolgen. Hinter dem Kürzel steht die Büroimmobilie «Portikon» im Glattpark. Der derzeitige Marktwert der Immobilie beträgt nach Angaben der Gesellschaft 130 Mio. Fr. Das siebengeschossige Gebäude wurde 2009 fertiggestellt. An der Berner Börse sind bereits drei Immobiliengesellschaften von Acron kotiert.

Keine guten Neuigkeiten meldet derweil die Immobiliengesellschaft SE Swiss Estates. Sie hat nach eigenen Angaben gegen ihren früheren CEO Klage eingereicht. Das Unternehmen hatte bereits im vergangenen Jahr für Stirnrunzeln gesorgt, als es den Geschäftsbericht 2008 erst mit grosser Verspätung im Oktober vorlegte.

Immer noch kein Abschluss

Auch die Swiss FE Group hat bisher keinen testierten Bericht für das Geschäftsjahr 2008 abgeliefert. Im Juli vergangenen Jahres wurde das Unternehmen dafür mit 15 000 Fr. gebüsst; seit dem 1. März ist der Handel sistiert. Sofern die Gesellschaft ihre Pflichten nicht bis Ende Mai erfüllt, wird der Titel dekotiert.

Eugen Stamm, «Swiss Equity»
«Swiss Equity» ist eine Publikation der NZZ-Gruppe.

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Mit freundlicher Genehmigung der Neuen Zürcher Zeitung.

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